Zum Inhalt springen
Startseite » Aktuelles » Mach dein Handy nicht zur Waffe! 

Mach dein Handy nicht zur Waffe! 

    Heutzutage ist das moderne Leben ganz schön digital. In der Schule nutzen die Kinder I-Pads, für Hausaufgaben den Computer, zum Spielen die Konsole und von unterwegs das Smartphone. Hauptsache man kommt überall ins Internet und ist jederzeit erreichbar! Tik Tok, Instagram, Facebook, Snapchat und selbstverständlich What’s App – die sozialen Medien sind die ständigen Begleiter von Jugendlichen. Aber verstecken sich zwischen „Posts“ und „Likes“ vielleicht auch ernstzunehmende Risiken? „Ganz klar ja!“, meint Polizeiobermeisterin Stübinger, die – zusammen mit Staatsanwalt Rene Schmidt – in den sechsten Klassen der Hofer Münsterschule einen Vortrag über Gefahren von Mediennutzung hielt.

    „Nicht jeder, der im Internet unterwegs ist, hat gute Absichten!“, so die Jugendkontaktbeamtin. Schwierig werde es, wenn jugendgefährdende Inhalte, Schadsoftware oder Cybermobbing ins Spiel kommen. Besonders Letzteres ist ein Thema, das vielen Schülern und Schülerinnen unter den Nägeln brennt. „Mein Bruder hat auch schon einmal Nachrichten im Klassenchat bekommen, in denen er beleidigt wurde“, erzählt eine Sechstklässlerin. Das Handy zur Waffe machen funktioniert scheinbar recht leicht, wenn man genauer darüber nachdenkt. „Die Hemmschwelle für seelische Gewalt, wie Schikane, Belästigung oder Ausgrenzung gegen einzelne Personen, ist im Internet viel niedriger“, erklärt Stübinger und spielt auf die Anonymität von Tätern im World Wide Web an.

    Wie ein digitales Tattoo können Kommentare, Bilder oder Videos bis in die letzte Ecke der Welt verbreitet werden, wo sie auch bleiben und für jedermann sichtbar sind. „Außerdem kann man sich auch selbst durch das Hochladen von peinlichen privaten Fotos leicht erpressbar machen“, erklärt Staatsanwalt Schmidt den Kindern mit einem leicht erhobenen Zeigefinger. Vielen sei es oft gar nicht bewusst, auf welch dünnem Eis sie sich im Netz bewegen.  „Unser Vortrag soll die Kinder dafür sensibilisieren, welche Auswirkungen unser Verhalten im Internet haben kann“, meint Schmidt und fügt weiter an, dass man sich dabei sogar strafbar machen könne. Deshalb sollten Jugendliche niemals ungefragt Bilder von anderen weiterleiten, sich negativ über jemanden äußern oder gar aus Neugier illegale Seiten besuchen.

    Was ist aber zu tun, wenn man selbst zweideutige Inhalte geschickt bekommt? Darauf wissen die Sechstklässler eine klare Antwort: „Nicht selbst wieder verbreiten und sofort Eltern, Lehrer oder Polizei einschalten!“ Wer nun diese wichtigen Regeln für die Mediennutzung beherrscht, der kann ruhigen Gewissens alle Vorzüge genießen, also: Auf die Plätze, fertig, CHAT!