Was empfinden wir eigentlich alles als Gewalt? Wenn jemand einen anderen beleidigt, anspuckt, sich über seine Klamotten lustig macht, etwas klaut oder aus Spaß geschlägert wird? Im November kamen die Jugendkontaktbeamten Arthur Gruber und Linda Günzel zu den 5. Klassen, um die Kinder spielerisch an das Thema „Gewalt“ heranzuführen. Schnell wurde klar, dass Gewalt von jedem unterschiedlich empfunden wird. Aus eigenen Erfahrungen erzählten die Schüler, dass viele es als ganz normal ansehen, wenn man sich auf dem Schulweg oder in der Pause aus Spaß herumschubst, sich boxt oder ein Bein stellt. Dass manches jedoch ganz und gar nicht lustig ist, verstanden die 5.Klässler beim Reflektieren über ihre eigenen Gefühle. Gemeinsam wurden verschiedene Formen von Gewalt erarbeitet, über Mobbing gesprochen und Gründe überlegt, weshalb jemand beispielsweise magersüchtig wird und sich dabei selbst Schaden zufügt. „Was kann man dann tun, wenn man Gewalt von anderen erfährt – egal ob körperlich oder seelisch?“, wollte Gruber abschließend von den Kindern wissen. Und nach vier Schulstunden Antigewalttraining waren sich alle einig: „Wir sagen einem Erwachsenen Bescheid und holen uns Hilfe!“ Dafür seien Eltern, Lehrer, Schulleitung und sogar die Polizei in vielen Fällen die richtigen Ansprechpartner. Wichtig sei, dass man nicht alleine bleibt mit seinem Kummer, sondern sich von anderen unterstützen lässt!



