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Willkommenstag – Nach der Vorstellung kommt die Anstellung 

    Wie geht es nach dem Abschluss mit mir weiter? Was wäre der richtige Beruf für mich? Und worin bin ich eigentlich gut?  

    Die Zukunft eines jeden Schülers wirft noch viele Fragen auf. Einige davon konnten aber ganz gewiss beim Willkommenstag am 11. Februar geklärt werden. Denn die Münsterschule lud insgesamt acht Betriebe aus der Region ein, die sich selbst, ihre Tätigkeitsfelder und den Weg durch die Ausbildung genauer vorstellten. Auch ehemalige Münsterschüler, die bei ihnen mittlerweile eine Anstellung bekommen haben, wurden willkommen geheißen und berichteten hautnah von ihren Erfahrungen im Berufsleben. Und so durften die Acht-, Neunt- und Zehntklässler bei je zwei Betrieben, für die sie sich am meisten interessierten den Vorträgen lauschen, Fragen stellen oder sich praktisch betätigen. Ausbildungsleiterin Claudia Gebauer von der Bäckerei Kutzer ließ die Schüler und Schülerinnen zum Beispiel Butterbrezen schmieren und erklärte nebenbei Wichtiges über Hygiene sowie Warenpräsentation. Als Expertin für Marketing und Verkauf weiß sie, dass sich die Jugendlichen bei solchen Aktionen wesentlich leichter tun im Bezug auf den Erstkontakt mit dem jeweiligen Beruf. „Sie kommen mir viel offener vor und weniger ängstlich. Ganz anders, als in einem gewöhnlichen Bewerbungsgespräch“, erklärt Gebauer.

    Aufgeschlossenheit sei übrigens auch gefragt, wenn man – so wie unser ehemaliger Schüler Dani – zukünftig als Kinderpfleger/in oder Erzieher/in die Karriereleiter in der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Ahornberg erklimmen möchte. Und während die jungen Zuhörer ein paar Klassenzimmer weiter gerade überlegen, ob sie vielleicht auch das Zeug zum technischen Systemplaner oder Konstruktionsmechaniker bei der Firma Sommer hätten, erlebte die 14-jährige Vanessa ein Stockwerk höher folgendes: „Ich war in der Vorstellung vom Hochfränkischen Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit und mir hat neben den ganzen Infos auch sehr gut gefallen, dass wir selbst etwas ausprobieren durften. Wir sollten uns vorstellen, dass unser Partner nicht mehr selbstständig essen kann und mussten ihn dann füttern“, erzählt Vanessa, die dadurch erfahren hat, dass der Beruf als Pflegerin für sie eher nichts sei. Sie sehe sich eigentlich mehr als Lehrling beim Logistikunternehmen Dachser, wo sie beispielsweise Routen planen würde, um schnellstmöglich bei einem Ausladeplatz anzukommen. Für den ein oder anderen Mitschüler wäre sein Traumjob möglicherweise große Wasserpumpen bei der Firma Wilo herzustellen sowie zu installieren. Und gerade deshalb ist der Willkommenstag so wertvoll. Nämlich um herauszufinden, wofür man geeignet wäre, was einem Spaß machen, oder aber, was man sich weniger zutrauen würde. Bei einem so breit gefächerten Angebot an Berufsfeldern hatten die Jugendlichen eine tolle Gelegenheit, die verschiedensten Eindrücke zu sammeln. Nun können sie sich überlegen: Will ich später einmal nahe am Menschen arbeiten und beispielsweise zahnmedizinische Fachangestellte beim „Weißwerk“ in Oberkotzau werden, oder ist handwerkliches Geschick meine Leidenschaft? „Um bei uns anzuheuern, sollte man körperlich belastbar sowie schwindelfrei sein und natürlich Begeisterung für den Beruf als Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär, Heizung und Klima mitbringen“, erklärt der Experte von der Firma Gemeinhard. Eines haben alle Unternehmen allerdings gemeinsam: Sie erwarten Pünktlichkeit, Fleiß und Teamfähigkeit. Alles Eigenschaften, die unsere Münsterschüler für den Start ins Berufsleben gerne unter Beweis stellen wollen. Und so lautet das Motto eines jeden Ausbildungsbetriebs: „Wir freuen uns auf euch!“