Zum Inhalt springen
Startseite » Aktuelles » Spielerisch durch den „Menschenrechtsparcours“ 

Spielerisch durch den „Menschenrechtsparcours“ 

    Zum Tag der Menschenrechte entwickelten die Zehntklässler der Münster-Mittelschule einen ideenreichen Parcours, den ihre jüngeren Mitschüler durchlaufen durften. 

    Einmal in die Lehrerrolle schlüpfen und anderen Schülern etwas Wertvolles beibringen, das war eine tolle Erfahrung für die Zehntklässler der Münster-Mittelschule, die sich anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember im Fach GPG einen aufwendigen Parcours zum Thema ausdachten. Entstanden ist die Idee im Kopf eines einzelnen Schülers: Noah Merkel. „Es kam mir einfach so, nachdem wir in der Schule ein Brainstorming zu verschiedenen offenen Unterrichtsformen gemacht haben. Da fiel mir eine Art Informationsrundlauf ein“, erklärt der 17-Jährige. Nach einer gemeinsamen Abstimmung in den Klassen und ein paar organisatorischen Hilfestellungen der Rektorin Frau Ziegler, konnte der Idee Leben eingehaucht werden. Für alle 30 Menschenrechtsartikel des Grundgesetzes erarbeiteten die Abschlussklassen ganz eigenständig aufwendige Stationen, zu denen sie im Vorfeld viel Internetrecherche und kreative Denkarbeit betrieben. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von ihrem Ethiklehrer Herrn Gnjatovic sowie den Religionslehrerinnen Frau Wagner und Schwester Ida Feist. Und so durften die fünften und sechsten Klassen an zwei verschiedenen Tagen in der Turnhalle den „Menschenrechtsparcours“ durchlaufen, der bei vielen Kindern Eindruck hinterließ. „Ich wusste zum Beispiel, dass man seine eigene Meinung sagen darf, dass wir aber sogar ein Recht auf Freizeit und Erholung haben, das habe ich erst bei Station 24 gelernt“, erzählt Omar aus der 6b. Mit gut überlegten Methoden, wie einem Puppenspiel, Memory, Kahoot-Quiz oder einem Freiheitsbaum erklärten die Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen den Jüngeren unter anderem spielerisch, was Diskriminierung, Privatsphäre und soziale Sicherheit für sie bedeuten. „Ich fand besonders beeindruckend, wie uns klar gemacht wurde, dass wirklich jeder Mensch die gleichen Rechte hat – egal wie er aussieht, wo er herkommt oder ob er eine Behinderung hat“, reflektiert der 13-jährige Jaroslav beim Verlassen der Turnhalle der Münsterschule. 

                                                                                     Christina Fichtner 

    Schlagwörter: